US Car Meetings St. Margrethen und Mollis

Vorwort
Ich mag Szenemeetings. Weil, jede Szene hat einen anderen Puls, verändert sich von Jahr zu Jahr in eine andere Richtung, die Leute jedoch bleiben die gleichen, auch wenn die Falten tiefer und die Tattoos zahlreicher werden. Was ebenfalls bleibt ist der Geruch, gerade bei US-Car Treffen ist dieser geprägt von teilverbranntem Benzin, meist total verbranntem Gummi und zum Glück unverbranntem, aber gebratenen Fleisch. So haben auch meine letzten zwei Wochenenden gerochen und vielleicht war noch ein wenig frittierte Ente dabei, weil letzte Woche habe ich es tatsächlich das erste mal in meinem Leben geschafft, mir einen amtlichen Sonnenstich einzufangen. Da ist es einmal so richtig Sommer und mich haut's aus den Latschen in die Horizontale, ohne dass ich auch nur einen einzigen Schluck Bier hatte.
 
US Car & Bike Meeting St. Margrethen 14.08.2016
Ich möchte diese Woche gar nicht gross rumschwadronieren, ich lasse erst mal Bilder sprechen. Und es sind eine Menge Bilder geworden...
herrlichst brabbelnder Mopar...

vermutlich deswegen.

Fresst das, ihr Behörden! Oh, Soft-Eis...

Schönste Corvette evar!

Wäre ein Kombi, mit dem ich ganz gut leben könnte. Trotz bzw. gerade wegen dem horrendem Verbrauch und den fehlenden Assistenten.

Wo ist mein Pettycoat?

Und noch ein feiner Bel Air.

Läuft mit einer Mischung aus Benzin und dämlichen Formularen.

Moparrrrrr!

Was mir dieses Jahr allgemein aufgefallen ist, immer weniger Autos sind mit Händlerschildern anzutreffen, bzw. man sieht immer mehr Autos, die wirklich eine richtige Strassenzulassung haben. Früher sah man eine Menge Karossen, deren Zustand und technischen Einrichtungen ein klitzeklein fragwürdig waren. Im 2016 jedoch sind auffällig viele, wirklich saubere und gepflegte Amis auf dem grossen Parkplatz in St. Margrethen zu sehen und bestaunen gewesen. Das hat was gutes, auch wenn ich gerne noch die eine oder andere Verrücktheit mehr gesehen hätte. Gemäss den Medien waren ungefähr 2000(!) Autos auf dem Platz. Reizüberflutung.

BURN OUT - US Car & Bike Meeting Mollis 21.08.2016
Die letzten Tage hat es nicht danach ausgesehen, als ob ich mich heute ins schöne Glarnerland begeben würde. Regen, Temperaturen um die 16°C und damit eine wohl etwas weniger hohe Dichte an Fahrzeugen, welche mangels Rostvorsorge den Regen scheuen wie der Teufel das Weihwasser. Doch, spontan habe ich mich dann doch auch noch dazu entschlossen, den Chevy aus der Garage zu holen und das Risiko einzugehen, dass er dann doch noch nass wird. Er wurde. Aber zu meinem Erstaunen ist er noch nicht zu Staub zerfallen. Doch, erst mal Bilder.

Gleich mal als erstes, der Reisegefährte von Romanoff. Tatsächlich ist es DER Charger, der damals auch auf dem Hänger und auf demselben Schiff aus Übersee war wie mein kleiner Säufer. Sein Besitzer  ist nach seinen eigenen Aussagen sehr happy mit seinem dicken Dodge. Kann ich verstehen, den hätt' ich trotz der brüllenden Farbe auch nicht vom Hänger geschubst.  


Er musste zwar noch ein wenig Liebe in den Charger investieren, der Aufwand hat sich aber auch für ihn gelohnt. War speziell das Auto wieder zu sehen, hat mich sehr gefreut.  


Ein erstklassiges Selbstmordgerät.

Gleich geht das Fenster runter und ein Typ mit Hut und Krawatte fängt das Schiessen an!
Jemand hat tatsächlich gefragt; "Warum?" Die Antwort: "Weil wir grosse Diesel gern haben." Passt, die Jungs haben einen an der Waffel. Und zwar einen von der guten Sorte.

Auf gewissen Autos sind schwarze Stahlfelgen einfach perfekt.

Er kam. Knight Rider!

Familientauglicher Bel Air


Damals war das noch mehr wert, als die heutige Verachtung der Baumschützer und Gemüsenazis.



Selbes Modell...


...zwei verschiedene Stile. Beides zum Niederknien.

Mit Stil vom Hof galoppieren.
Im Gegensatz zu St. Margrethen ist Mollis ein Dreitagesevent, das geht Freitag Abends los und hört Sonntag Nachmittags (vielleicht) wieder auf. Dazwischen gibt's Musik, Stuntshows, Hypnoseshows (WTF?) und auch sonst ist für genügend Unterhaltung und Anreizen zum Kaufrausch gesorgt. Und nicht zu vergessen,  das Essen. Auch hier gibt's Pulled Pork, was für mich schon fast Grund genug ist, da hin zu fahren.
 
Detailstudien 
Alte Amerikaner glänzen ja nicht nur wegen dem vielen Chrom, sondern auch wegen vielen kunstvollen Details. Und wenn's ab Werk keine hatte, dann macht man einfach welche ran.
Karosseriekorrektur mit einer Bärenration Schrot? Klar, das spart Lüftungskosten und Gewicht!
Spoiler kann jeder, aber Hirsche gibt's nicht beim Zubehörhändler, die muss man schon selber über den Haufen fahr'n.
Kein Frühstück ohne die Nuss-Nougat Pampe.
Gut für die Optik, schlecht für die Nieren.

Stuart im Kühler?

Der Auflader.
Der Kamerad.

Das Getriebebestrafungsgerät.

Der Truck.
Krone, Lorbeeren, Wappen, die texanische Antwort auf Emily.
Vetten, das ist schöner als das moderne Logo?
Schlange!
 
 
Pferd normal,

Pferd zu oft geröntgt.

Enteee!

Raketen überall.

Mir gefallen Flatheads immer mehr.


ab 5000 Umdrehung könnt's teuer werden.

oft benutzt, deswegen für die Ewigkeit gebaut.

Damit schliesse ich meine knappe, aber bildgewaltige Berichterstattung der letzten zwei Wochenenden. Als letzte Weisheit nehme ich davon mit; Sprit verblubbern macht ganz offensichtlich mehr Leuten Spass als ein Karrottenfestival. Und ich sollte mir verdammt nochmal eine Kopfbedeckung über den Schädel ziehen, wenn die Sonne knallt.
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Über Duck@Cars

Mit dem Drehmomentschlüssel in der Hand zur Welt gekommen, aufgezogen mit Super verbleit. Wenn andere mit Lego gespielt haben, hat er Reifen gestapelt. Das ist Duck. Und das ist Quatsch. Tatsächlich ein Bürohengst der IT-Sorte, gerne und viel unterwegs und noch viel lieber hinter seinem Instrument. Benzin im Blut. Maschinen im Kopf. Rad ab.

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