Was läuft denn so Abendprogramm?

Die Abende dieser Woche...
waren ereignisreich. Zuviel Benzin am falschen Ort, Fahrzeugtransporte an den richtigen Ort, Stative überall und Kabeltrommeln welche den Wunsch nach Wirelessstrom aufkommen lassen. Doch alles der Reihe nach.

Als erstes kam der hier. Wunderschöner 68er Dodge Charger, von A bis Z authentisch mit dem korrekten Bigblock, Ausstattung und angeblich Matching#s, was noch zu prüfen ist. Fast schon zu schön um wahr zu sein.



Vor einigen Tagen haben wir einen Vermittlungsauftrag angenommen, soll heissen, wir kümmern uns um die Veräusserung eines Fahrzeuges, welches den Platz in der Garage für neues Garagengold räumen soll. Nach der ersten Besichtigung und kurzer Probefahrt meinerseits war klar, das Auto braucht noch etwas Aufmerksamkeit und Liebe von geschultem Fachpersonal, elektrisch, mechanisch und waschtechnisch. Aber, er war zugelassen und tiptop fahrbar. Also, schwuppdiwupp ein wenig Papierkram erledigt und einen Termin für die Abholung auf den eigenen Achsen ausgemacht. Ich freute mich schon auf das Sammeln von Fahreindrücken und die Fotosession mit dem Langen. 

Tja, war dann aber nix. Wir stellten bei der Abholung fest, dass im Gegensatz zu der Probefahrt ein paar Tage zuvor, der Vergaser den Grossteil des Benzins nicht innerhalb, sondern grösstenteils ausserhalb der Ansaugspinne verteilt hat. So viel Spass wie der Verbrennungsprozess innerhalb eines Motors bereiten kann, so wenig macht er wenn er plötzlich ausserhalb des Motors von statten geht. Da wir den schnieken Charger ungerne in Flammen stehend sehen wollten, entschlossen wir uns, dass wir den hübschen Dodge auf dem Hänger dorthin befördern wollen, wo er sowieso noch hin sollte, in unsere Lieblingswerkstatt.


Und dort ist er jetzt auch. Aktuell ist er in kompetenten Händen, steht bzw. hängt auf dem Lift und wartet auf das eine oder andere Ersatzteil bzw. einen Vergaserdichtsatz, der Charger soll schlussendlich kein Grund zur Klage oder vor allem einen Anruf bei der Feuerwehr geben. Das Fotoset und der Fahrbericht muss also leider noch etwas warten, aber das ist auch nicht so wahnsinnig tragisch. Damit hab' ich nämlich noch etwas mehr Zeit für die Vorbereitung jener fototechnischen Materialschlacht. Und dafür wird er dann nicht nur gut aussehen, sondern vor allem nicht explodieren. Dies wird sicherlich auch verkaufsfördernd sein. 

Dann klingelte irgendwann das Telefon. Am Draht mein Geschäftspartner mit einer total spontanen Idee; kleiner Ausflug mit dem RAM. Dem RAM: 


Das ist unser kompakter Hemi für all die schönen Dinge des Alltags. Der kriegt dann hier noch einen speziellen Platz, inkl. ausführlicher Beschreibung. 

Zurück zum eigentlichen Anlass dafür, den Hemi zu starten. Also, starten tut man den ja mit einem Funkschlüssel und damit man nicht irgendwas verwechselt, hab' ich das an unsere Belegschaft verschickt, quasi ein Workaround für den erfolgreichen Hemitrip. 


Irgendwie schweif ich hier dauernd ab? Achso, ja, wir sollten also eine kleine Ausfahrt machen. Und die Mopedspannsets mitnehmen. Warum? Weil da ein Moped zum Verkauf stand, welches gut in unser Beuteschema passt. Also, ab in Richtung Zentralschweiz, noch ein wenig über Mopeds gequatscht (also die andern, ich hab' ja keinen Plan von den Dingern) und ab damit auf dem RAM. 


Dann ging's ab nach Hause, der Tag war schon etwas weiter fortgeschritten und wir mussten das Gerät ja noch in unsere heiligen Hallen speditieren. Ich find das immer noch ziemlich cool, dass wir unsere Mopeds direkt in unseren eigenen vier Wänden lagern können. Man kann an schlimmeren Orten seiner Arbeit nachgehen als dort, wo warme Motoren knisternd und langsam auf Zimmertemperatur herunter auskühlen. 

Da die Vermarktung von solch einem fotogenen Moped natürlich nicht ohne hochwertiges Bildmaterial von statten geht, haben wir dann eines Abends auch nochmal eine Orgie an Fototechnik bei uns vor der Tür veranstaltet. Das vorläufige Ergebnis?




Wer noch mehr Bilder dieser Diva di Bologna sehen möchte, die sind aktuell auch bei uns auf Facebook zu finden. Fahrdynamisch scheint das Ding den Erwartungen unseres Zweiradexperten entsprechend ein Knallbonbon zu sein. Der kurze Trip mit der 1198 verlief gestern anscheinend sehr zufriedenstellend, so sehr, dass man aus dem schwärmen lange nicht mehr herauskam. Und ich bemerkte, wie wenig ich eigentlich von Mopeds verstehe. Also eigentlich noch weniger als gar nix, würde ich nur nix von Motorrädern verstehen wollen, müsste ich noch Fachwissen dazukaufen. Gut, haben wir noch jemanden, der da in dem Thema ziemlich fit ist. 

Und als ob die Dichte an italienischen Bikes in dieser Woche noch nicht hoch genug gewesen wäre, machten wir dieselbe Nummer gleich nochmal, einfach mit einer etwas älteren Signora mit weniger Hubraum, genau gesagt ist sie 53 Jahre alt und hat 125 Kubikzentimeter. Vor allem die 53 Jahre sieht man ihr überhaupt nicht an. 




Was für eine fotogene, kleine Schönheit in dieser der Pupille schmeichelnden Pastellfarbe jener Zeit. Ich fand sie ehrlich gesagt so schön, dass ich sie in einem Anfall von Verliebtheit vor dem Shooting mit viel Seife und Schaum händisch gewaschen und trockengewienert habe. Und ich hätte mir nie gedacht, dass ich mal wieder so viel Zeit und Schweiss in ein Moped investiere. Aber, es hat sich wirklich gelohnt. Grazil und anmutig stand Sie in ihrem alten Glanz bei uns vor der Tür und sie schien sich darüber zu freuen, dass man sie nach so langer Zeit in einer staubigen Ecke mal wieder aufgehübscht hatte. Hat dann auch wirklich Spass gemacht, die kleine Primavera ins rechte Licht zu rücken und ihr vor der Casa Italia eine authentische Bühne für den glanzvollen Auftritt zu bieten.

Aktuell steht Sie bei uns im "Büro" und bereichert unsere kleine Ausstellung mit ihrem mintgrünen Blechkleid. Hätte ich eine schöne Ecke bei mir zu Hause mit dem richtigen Licht, ich würde ihr bei mir im Wohnzimmer einen warmen Winterplatz bieten wollen. Und vielleicht mal ne Runde damit drehen. Von der Küche ins Bad oder so. 

Damit waren dann gestern Abend nicht nur die Akkus meiner Kameras niedergenudelt, sondern auch meinereiner. Und auf jeden Fall haben sich alle die Anstrengungen und Nachtschichten gelohnt, wir haben diese Woche für unsere Verhältnisse doch einiges bewegt und vor allem, dabei Spass gehabt. Apropos Nachschicht, unsere Homepage hab' ich per letzte Nacht dezent aktualisiert. Wir haben uns letztens dazu entschlossen, unsere verschlagenen Visagen der Öffentlichkeit preiszugeben. Und wir haben unsere Dienstleistungen noch etwas ausformuliert. Wer sich also mal ein detailliertes Bild von uns machen möchte findet dort die eine oder andere mehr oder weniger wertvolle Info. 

Bis dahin; Gruss aus unserer Küche. 
Ente. 


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Über Duck@Cars

Mit dem Drehmomentschlüssel in der Hand zur Welt gekommen, aufgezogen mit Super verbleit. Wenn andere mit Lego gespielt haben, hat er Reifen gestapelt. Das ist Duck. Und das ist Quatsch. Tatsächlich ein Bürohengst der IT-Sorte, gerne und viel unterwegs und noch viel lieber hinter seinem Instrument. Benzin im Blut. Maschinen im Kopf. Rad ab.

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